Die Unterschiede sind klein
Volleyball, NLB, Abstiegsrunde: Smash 05 Laufenburg-Kaisten – TV Lunkhofen (Sa, 17 Uhr)
Läuft alles normal, wird der Abstieg in Lunkhofen kein Thema. Die Kellerämter geben sich jedoch vorsichtig: Die Qualifikation hat gezeigt, dass man in der Ostgruppe nur mit Leistungen auf höchstem Niveau gewinnt – egal, gegen welchen Gegner.
Lukas Walde
Zum zweiten Mal, seit Lunkhofen 2004 in die Nationalliga B aufstieg, kämpfen die Kellerämter gegen den Abstieg. Hätte man vor zwei Wochen gegen Amriswil II einen der drei erspielten Matchbälle verwertet, stände man heute in der Auf- statt in der Abstiegsrunde. Lunkhofen steigt damit als bestklassiertes Team in die Abstiegsrunde. Und daher als klarer Favorit. Da die verbuchten Punkte aus der Qualifikation halbiert und dann gutgeschrieben werden, führen die Kellerämter die Tabelle momentan nach Verlustpunkten an.
Was kann schiefgehen? «Die Gegner sind gut», sagt Spielertrainer Arto Steiner. «Wir müssen jederzeit im Kopf behalten, dass die Unterschiede zwischen den Mannschaften nicht allzu gross sind.» Steiner fügt an, sein Team könne auch in der Abstiegsrunde nur gewinnen, wenn man eine gute Leistung auf hohem Niveau abrufen könne. In der Qualifikation war dies nicht immer der Fall.
Mit Heimvorteil in der heissen Phase
Der Spielertrainer will die kommenden zehn Partien nutzen, bereits für die nächste Saison vorzuspuren. «Wir werden alles daransetzen, den Ligaerhalt so früh als möglich zu sichern. Aber es sollen auch junge Spieler eine Chance bekommen, Spielpraxis zu erhalten.»
Die Frage stellt sich, ob es Steiner gelingen wird, hier die perfekte Mischung zu finden. Inwieweit kann er auf Routiniers verzichten und trotzdem konkurrenzfähig bleiben. Wie viel traut er den Talenten zu? Die ersten Partien werden hier Klarheit bringen. Lunkhofen wird die meisten davon zu Hause bestreiten. Der Spielplan will es, dass die Kellerämter vier der fünf Partien in der Hinrunde in der eigenen Halle austragen. «Ich denke, das könnte schon ein kleiner Vorteil sein», so Steiner. «Es wäre besonders schön, den Ligaerhalt vor eigenem Publikum zu sichern.»
Weiterhin mit Beach-Profi Gabathuler
So weit sind die Lunkhofer noch nicht: Der erste Härtetest erfolgt morgen Samstag gegen Laufenburg-Kaisten. Die Fricktaler sind eines jener Teams, das den Kellerämtern in der Qualifikation zwei wichtige Punkte abrang. «Wir haben damals wegen unserer eigenen Leistung verloren», sagt Steiner rückblickend, «das hatte wenig mit dem Gegner zu tun.»
Morgen Samstag soll die Leistung dafür stimmen und die ersten rettenden Punkte eingefahren werden. Der Mannschaft steht weiterhin der Beach-Profi Philip Gabathuler zur Verfügung – wenn auch dezimiert. Er befindet sich im Aufbautraining für die neue Saison und nimmt deshalb nicht an allen Trainings teil. Auf der Verletztenliste stehen Benny Kunz (Operation am Bein) und Michael Herger. Der rekonvaleszente Gianni Wyler trainiert normal und sollte einsatzfähig sein. Genau wie Marc Hofer, der nach seinem Fingerbruch wieder schmerzlos spielt. –lwa