Davos – 1. Saisonhighlight

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Sieg in Davos! Wir gewinnen das berühmt berüchtigte Traditionsturnier von Davos. Ein bisschen überraschend kommt das schon. War die Ausgangslage am Tag vor dem Turnier nicht wirklich klar und jegliche Platzierung möglich. Wahrscheinlich wurden wir am Samstag der auf Papier stärksten Gruppe zu gelost. Dementsprechend knapp verliefen auch die Gruppenspiele. Bereits zu Beginn durften wir uns mit NLB-Vertreter Olten messen. Nach einem richtig guten Endspurt im ersten Satz misslang uns der zweite so was von. Obwohl mit dem 1:1-Unentschieden ein Punkt geholt wurde (pro gewonnener Satz gibt’s einen Punkt), waren wir nicht restlos glücklich. Zu viele Fehler wurden im zweiten Satz gemacht. Vorbei ist vorbei, Kopf rauf und weiter spielen.

Gegner im zweiten Spiel war Meisterschaftskonkurrent Andwil-Arnegg. Die Absteiger aus der NLB konnten das Team grundsätzlich zusammenhalten und war dementsprechend gut besetzt. Doch an diesem Morgen lief es den Ostschweizern nicht wie von ihnen (aber von uns) gewünscht und wir kamen zu einem 2:0-Erfolg. Aus unserer Sicht ein vielversprechender Start ins Turnier.

Weiter ging es gegen das 2.Liga-Team von Luzern. Ein 2.Liga-Team sollte doch machbar sein oder? Doch von 2.Liga-Niveau weit und breit keine Spur. Das Team aus der Innerschweiz reiste gespickt mit Spieler mit Erfahrung aus den höchsten Schweizer Ligen nach Davos. Dementsprechend knapp und auf einem guten Level verlief auch das Spiel. 1:1 lautete das Endresultat, mit welchem weder Luzern noch wir zufrieden waren und doch alle gut damit leben konnten.

Nach drei Spielen sah es so aus, als würden wir hinter Luzern den zweiten Platz belegen. Luzern könnte sich mit einem 2:0-Sieg gegen Andwil-Arnegg auf den ersten Platz hieven und wir würden am Sonntag um Platz 5-8 spielen. Doch Andwil konnte sich im für uns richtigen Moment zu steigern und fügte den Innerschweizern eine empfindliche 0:2-Niederlage zu. Die Gruppe war auf den Kopf gestellt.

Mit einem Erfolg gegen das noch punktelose Ebikon und bei einem gleichzeitigen Erfolg von Andwil gegen Olten hätten wir gleich viele Punkte wie die St. Galler. Doch da in Davos die Direktbegegnung höher als das Punkteverhältnis gewichtet wird, würden wir auf Rang 1 stehen. Mit dem Gruppensieg vor Augen startete unser letztes Gruppenspiel. Sehr schnell passten wir uns dem Gegner an und das Spiel plätscherte vor sich hin, jedoch immer mit einem gewissen Sicherheitsabstand für uns. Und so holten wir mit dem 2:0 gegen Ebikon den Gruppensieg und somit die Finalspiele von Sonntag. Freude herrschte. Mit dieser Rangierung sind wir natürlich mehr als zufrieden.

Wer schon mal am Davoser Turnier war (Spieler oder Zuschauer), weiss, dass der Sonntag nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Schuld daran hat vor allem die Playersparty am Samstagabend im “Pöstli”. Und viele spielen nicht nur leidenschaftlich gerne Volleyball sondern machen auch leidenschaftlich gerne Party. Verstecken lässt sich dies am Sonntag dann aber nie. Die Hallen werden von müden Gesichtern beherrscht und die Bänke dienen nicht als Sitzgelegenheit sondern als Bett. Zur Überraschung vieler blieben wir dieses Jahr brav. Sehr brav um genau zu sein. Wir zogen einen gemütlichen Abend bei ein paar Drinks mit Jassen und Billard der stickigen und heissen Partyamtosphäre im viel zu engen Pöschtli vor und gingen auch dementsprechend zu seriöser Uhrzeit zu Bett. Zum Dank winkten die doppelte Schlafstundenzahl und keinen brummenden Schädel am Morgen.

Und so kam es, dass wir dann auch die wahrscheinlich fitteste Mannschaft am Sonntag waren. Als Belohnung zur guten Leistung vom Samstag durften wir als erstes gegen Laufenburg-Kaisten spielen. Laufenburg-Kaisten ihrerseits ein Top-NLB-Team und an diesem Morgen nicht ganz auf dem Damm. Und doch entwickelte sich ein Spiel auf ansprechendem Niveau, welches mit einem 1:1-Unentschieden endete. Wir waren also immer noch ungeschlagen.

Das zweite Sonntagsspiel stand an. Wieder gegen einen Meisterschaftskonkurrenten. Diesmal durften wir gegen Kreuzlingen antreten. Da diese leider sehr dezimiert angereist sind und sie vom Samstag gezeichnet waren, wurde diese Spiel schnell mit 2:0 gewonnen. Dieses Duell war eine klare Angelegenheit zu unseren Gunsten.

Nun wurde es spannend. Falls Laufenburg ihrerseits einen Erfolg feiert, wären sie dank eines mehr gewonnen Balles vor uns klassiert. Doch gegen das andere NLB-Team Klettgau reichte es den Nordaargauern nicht über ein 1:1 hinaus und so hatten wir die Chance, mit einem 2:0-Erfolg den Turniersieg zu erringen. Ein letztes Mal wollten wir nochmals unser Können zeigen. Im wahrscheinlich besten Spiel des Turniers konnten wir Klettgau in beiden Sätzen am Schluss um ein paar Punkte distanzieren und so den geforderten Erfolg verbuchen. Der unwahrscheinliche und ein bisschen überraschende Sieg am Davoser Turnier war Tatsache und die Freude über das Geleistete gross. 19 Teams konnten wir hinter uns lassen, sei diese aus der 1. Liga oder NLB.

Ich gebe zu, ein gutes Gefühl auch wenn viele sagen, Davos sei nicht wirklich aussagekräftig und bedeute nicht so viel. Ich behaupte, gewonnen ist gewonnen und es gibt Selbstvertrauen für die Saison ;-) Hopp Lunki!

Hier noch die Gesamtrangliste:

rangliste-davos-2016