Schlägerei…?

Endlich wieder einmal gewonnen! Welch Freude und Balsam für die Seele. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten und das positive Feedback nach dem intensiven Spiel fördert das Selbstvertrauen zusätzlich. Doch nicht nur die Leistung gab letzten Samstag zu reden. Je länger das Spiel dauerte, umso hitziger wurde es. Immer öfter brachen Emotionen hervor, die besser unter Verschluss gehalten worden wären.

Und so kam es wahrscheinlich zu einer Premiere in der Lunki-Halle. Es kann ja vorkommen, dass man durch eine Rettungstat oder ein Angriff mal in der gegnerischen Feldhälfte landet. Kein Problem. Wie gesagt, kann ja vorkommen. Dass aber ein Spieler mit Absicht das Netzt unterquert und bis ca. Feldmitte läuft passiert eher selten bis gar nie. Einige rieben sich die Augen ab dieser Aktion und auch der Schiedsrichter schien eher überrascht. Perplex war auch Hergi (in dieser Situation der missverstandene Provokateur), vor welchem sich besagte Person aufbaute. Passiert ist nichts. Nach wenigen Sekunden war der Spuk vorbei und es schien, als wäre nichts passiert. Nach unserer Meinung sollte dies ja mindestens eine rote Karte geben. Aber kann in der Hitze des Gefechts vergessen gehen. Verstehen wir total.

Vielleicht kann man diesen Zeitpunkt als Knackpunkt der Partie bezeichnen. Gewisse Nerven hielten dem Druck nicht mehr stand und die etwas Cooleren konnten dementsprechend die entscheidenden Punkte verbuchen.

Übrigens: Am Samstag geht es gegen Leader Volley Amriswil um wichtige Punkte. Den direkten Abstieg haben wir mit dem Sieg gegen Kreuzlingen vermieden. Doch eine Rechnung mit den jungen Amriswilern ist noch offen.

Schnee, Schnee, Schnee…überall Schnee

Im Moment ist sind die Temperaturen tief. Nicht nur in der Turnhalle Unterlunkhofen, auch sonst überall;-) Und es hat endlich geschneit. Also so richtig. Mit Schnee. Winter halt. An einigen Orten mehr, an anderen weniger. Mehr hatte es zum Beispiel in Näfels. Die waren schon ziemlich eingeschneit (im Vergleich zu Zürich und Umgebung). Nach einem nicht wirklich berauschenden Spiel und einer klaren 0:3-Niederlage(?) stellte sich schnell mal die Frage: Was bewährt sich auf Schnee besser, der Quattro von Audi oder BMWs xDrive?

Wir haben es dann sein lassen und die Heimfahrt war weder ein Abenteuer, noch wollte sich jemand im Driften beweisen. Böse Zungen behaupten, der Quattro sei doch nicht das richtige, darum wird er auch verkauft. Aber wir würden uns ja nie zu solchen Aussagen hinreissen lassen.

Ein Phänomen ist auch der Islisberg. Im Winter mutiert das Hochgebirge zum tief verschneiten Pass zwischen dem aargauischen Kelleramt und dem zürcherischen Säuliamt. Da türmt sich der Schnee am Strassenrand schnell mal ein Meter hoch und die steilen Abfahrten sind oft gänzlich mit Schnee und Eis bedeckt. Nichts für schwache Nerven und/oder untermotorisierte Fahrzeuge. Ein Allrad ist sicher kein Nachteil. Obwohl bei normalen Bedingungen auch ein Renault Clio seinen Dienst problemlos tut.

Die entscheidende Phase der Meisterschaft ist eingeläutet. Eigentlich wollten wir ja dies vermeiden. Hat nicht funktioniert. Es sind noch vier Spiele ausstehend und mit dem einen oder anderen Erfolg können wir uns den Abstiegssorgen entledigen. Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Samstag zuhause gegen den Tabellenzweiten aus Kreuzlingen. Die Ostschweizer spielten bis anhin eine sehr erfolgreiche Saison. Mussten aber in der letzten Runde einen argen Dämpfer einstecken. 1:3 verloren sie gegen Aufsteiger Wil, welcher uns damit definitiv überholt hat. Ostschweizer-Bündnis? Wahrscheinlich nicht, die halbe Liga besteht ja aus Ostschweizer Teams;-) Und wie schon erwähnt, wir würden uns nie zu solchen Aussagen hinreissen lassen;-)

Ereignisreicher Jahresbeginn

Kaum hat das Jahr begonnen, überschlagen sich die Ereignisse. Für viel Gesprächsstoff ist gesorgt, im positiven wie auch negativen Sinne. Aber der Reihe nach. Schon am 2. Januar wagten wir uns wieder in die Halle. Das Niveau war angesichts der Festtage, der damit verbundenen Pause und vielen Essen, ganz passabel und ok. Es hielt sich sogar die ganze Woche um dann ab Samstag wieder abzuflachen. Das erste Spiel des Jahres ging in die Hose. Andwil-Arnegg war nicht zu stark. Auch sie hatten so ihre Jahresstartschwierigkeiten. Und fanden in ihrem Spielbericht auch sehr passende Worte:

“Nach der dreiwöchigen Spielpause merkte man beiden Teams an, dass sie noch nicht auf ihrem gewohnten Level sind. Unkonzentriertheiten und technische Fehler auf beiden Seiten wechselten sich ab.”

Kurz, treffend, schmerzend. Naja, zumindest hat es unser D1 im Vorspiel besser gemacht. Viel besser. Der bis anhin ungeschlagene Leader ihrer Gruppe musste die ersten Punkte (!!!) der Saison abgeben. Underdog schlägt in einem Herzschlagfinale den Favoriten. Verdienter Sieg für unsere Frauen. Herzliche Gratulation auch von unserer Seite nochmals.

Doch nicht nur der Sensationserfolg des D1 sorgte für Gesprächsstoff am vergangenen Samstag. Eifrig wurde auch wieder einmal über die eher kühleren Temperaturen in der Turnhalle Unterlunkhofen diskutiert. Nicht nur die Spieler mussten sich dieser etwas unangenehmen Situation stellen. Wir konnten uns ja bewegen und 17-18° C reichen ja vollkommen aus (*Sarkasmus aus*). Auch vielen Zuschauern wurde es erst mit Jacke ausgerüstet behaglich. Die Vierfach-Runde am Sonntag hatte es nicht besser. Und auch in der neuen Woche am Montagabend trainierten wir in einem 16-grädigen Eisschrank. Der Festtagsspeck ist definitiv weg, jedoch nicht wegen unseren intensiven Trainings.

Auch mit anderthalb Wochen Verspätung schafft es Ivan uns heute mit einem Trainingsbesuch zu beehren. Wahrscheinlich ist er durch den grossen Schneefall irgendwo in Serbien nicht mehr weiter gekommen oder wollte auf dem Rückweg lieber über einen Pass fahren statt unten durch.

Und zu guter Letzt: Es hat eingeschlagen. Nee, nicht wir haben eingeschlagen. Das können wir nicht. Frohes Rätselraten=)

Schlechter Jahresabschluss

Nur ein Punkt gegen das Schlusslicht. Erwartungen klar nicht erfüllt. Da gibt es nichts schön zu reden. Das war eine ungenügende Leistung von unserer Seite und darf so in dieser Form nicht akzeptiert werden. Die Ausgangslage vor dem Spiel war ja klar, drei Punkte sind ein Muss. Leider wurde es nur einer. Obwohl wir genügend Chancen auf drei gehabt hätten.

Schon vor dem Spiel hätte man evlt. auf einen knappen Ausgang wetten können. Die Stimmung war locker, zu locker. Haben wir die jungen Jonern unterschätzt? Immerhin konnten wir das Hinspiel relativ gut mit 3:0 gewinnen. Zu viel Sicherheit? Wir waren überrascht. Überrascht über die Kampfstärke der Talente. Hätten wir uns eine Scheibe abschneiden können. Dass die Sätze jeweils sehr knapp ausgingen und wir doch noch einen Punkt gewannen, kann auf verschiedene Aspekte zurückgeführt werden. Zwischendurch hatten wir unser Spiel im Griff. Wenig Fehler und taktische Überlegenheit. Leider verlief diese Kurve sehr unstetig und die guten Phasen wurden von den schlechten überschattet. Und Jona half uns immer wieder mit vermeidbaren Angriffsfehler.

Doch wer eine 2:1 und 21:18 Führung nicht über die Ziellinie bringt, hat den Sieg nicht verdient. Die Lunki-Gefühlslage und Stimmung nach dem Spiel ist sehr schwierig in Worte zu fassen. Dieses Spiel wirft viele Fragen auf. Fragen, welche wir in der Weihnachtspause analysieren müssen um im neuen Jahr für die nächsten Spiele bereit sind. Denn im ersten Januar-Spiel empfangen wir gleich den Tabellenzweiten aus Andwil-Arnegg. Die St. Galler, auf diese Saison aus der NLB abgestiegen, führten die Tabelle bis zum vergangenen Spieltag an. Durch den Punktverlust bei Volley Näfels, liessen sie Kreuzlingen aufschliessen und überholen. Bei ihnen ist sicher der direkte Wiederaufstieg das grosse Saisonziel. Dementsprechend liegt das Hauptaugenmerk auf der Verteidigung des zweiten Platzes oder Rückeroberung des ersten Platzes.

Das Hinspiel in Andwil verlief aus Lunki-Sicht nicht glücklich. Grundsätzlich war es ein gutes Spiel, doch mit zwei Verletzten und ohne Punkte-Erfolg wurden wir leider nicht für eine kämpferische Leistung belohnt. Die Fähigkeit, jeden Gegner aus unserer Gruppe zu schlagen, haben wir. Und dieser sind wir uns auch bewusst. Dies im Kopf auch umzusetzen wird der grosse Knackpunkt in den nächsten Spielen.

2016-17_rangliste_10rundenUnsere Situation in der Rangliste hat sich durch die Niederlage nicht arg verändert. Ins neue Jahr starten wir vom 5. Rang mit einigen Punkten Rückstand auf die Spitze.

See you next year!

Erneuter Erfolg

So langsam sollte man mit dem Schreiberling ein ernstes Gespräch führen. Mit regelmässiger Unregelmässigkeit werden die Berichte verspätet geschrieben. Ob wir das noch lange so akzeptieren werden? Kommt auf die nächsten Spiele drauf an. Hoffentlich performt er auf dem Feld ein bisschen besser.

Von der Unregelmässigkeit der Berichte zu der eventuell kleinen Regelmässigkeit unserer Erfolge. Den nun dritten Sieg konnten wir hintereinander erringen (erringen passt ganz gut, dazu aber ein bisschen später). Darf man da schon von einer Serie sprechen? Darüber scheiden sich die Geister. Bei einigen fängt eine Serie schon bei zwei erfolgreichen Spielen an. Bei anderen erst nach 7 oder 8. Wenn wir also erstere Gruppe als aussagekräftiges Argument nutzen, dann ja, man darf von einer Serie sprechen. Zumindest von einer kleinen. Sehr kleinen.

Zurück zum Erfolge erringen. Wir wussten ja, dass es nicht von alleine läuft. Im ersten Spiel haben wir ja schon einen Punkt gegen Uster abgegeben. Überzeugen konnten wir nicht. Nein, da waren wir weit davon entfernt. Und dennoch gewannen wir 3:0. Auch wenn die Sätze ein wenig knapper gestaltet wurden als erwünscht. Doch der Kopf hat entschieden und nicht die spielerische Leistung. Drei Punkte sind drei Punkte. Nehmen wir gerne. Sehr gerne sogar.

Der Abstand nach hinten konnte so vergrössert und der Abstand nach vorne zumindest gleich gehalten werden. Auf den 1. Platz sind es 6 Punkte Rückstand. Macht zwei 3-Punkte-Erfolge gegen direkte Konkurrenten. Kann also schnell gehen. Auf den letzten Platz sind es 12 Punkte. Also doppelt so viele.

Das Schlusslicht heisst Jona. Und morgen geht es genau dort hin. Das letzte Spiel in diesem Jahr findet auswärts am unteren Ende des Züriisees statt. Oder ist dies der obere Teil des Sees? Kennt sich jemand mit der Zürcher Seegeografie aus? Halt, Jona ist doch St. Gallen oder? Was machen die am Züriisee? Egal, werden wir schon finden.

Da dürfen wir keinen Satz abgeben. Sicher keinen Punkt. Drei Punkte sind Pflicht. Machen wir uns selber ein Weihnachtsgeschenk und vergrössern den Abstand nach hinten noch ein bisschen mehr.