What a game!

Zuerst: Sorry, für die Verspätung. Der Schreiberling war leider die gesamte letzte Woche verhindert. Natürlich ärgerlich für euch als Leser. Dadurch, dass wir aber an diesem Wochenende spielfrei hatten nicht weiter schlimm. Aber Schluss mit Smalltalk. Wenden wir uns spannenderen Themen zu. Was war denn los am vorletzten Samstag gegen Wetzikon?! Hochspannung bis zum bitteren Ende. Über zwei Stunden Spektakel zwischen zwei auf Augenhöhe agierenden Teams. Der Sieg war mal auf Lunki-Seite, dann wieder in Wetzikon. Hin und Her mit grossem Nervenflattern in der ganzen Halle.

Angefangen hat ja irgendwie alles sehr ruhig. Ausgeglichenes und gutes Spiel. Beste Unterhaltung für die Zuschauer und die angereisten Sponsoren (die durften einen Apero geniessen). Jeweils gegen Ende der ersten beiden Sätzen vermochten wir den einen oder anderen Fehler weniger zu machen und konnten uns mit kleinen Serien von den Wetzikern absetzten. Und schon stand es 2:0 für uns. Nach den verkorksten letzten Spiele lag eine kleine Sensation in der Luft. Wetzikon wollte sich aber nicht ganz so leicht geschlagen geben. Auch der dritte Satz startete ähnlich. Immer noch ein sehr ausgeglichenes Spiel mit vielen guten Aktionen auf beiden Seiten. Doch diesmal liessen die Zürcher Oberländer die vorher entscheidenden Fehler nicht mehr zu. Die Sätze drei und vier hätten auf beide Seiten kippen können. Leider jedoch zwei Mal auf die Seite von Wetzikon. Ein Vollerfolg war somit verspielt. Viel vorwerfen konnten wir uns aber nicht lassen. Es war ein mehr als knappes Spiel auf hohem Niveau. Das Tiebreak schien zu Beginn dann jedoch klar. 8:3 führten die Zürcher beim Seitenwechsel. Verlieren wir nach einer 2:0-Führung nun auch noch den zweiten Punkt? Die Dramatik des Spiels konnte fast nicht mehr gesteigert werden. Punkt für Punkt konnten wir aufholen und bei 13:14 sogar einen Matchball abwehren. Am Schluss hielten die Nerven und mit einem Endspurt konnten wir Wetzikon doch noch überholen und den Sieg einfahren. Zwei sehr wichtige Punkte im Kampf mit uns selber.

Alles was uns letzte Saison so ausgezeichnet hatte, wurde in diesem Hochkaräter hervorgebracht. Plötzlich konnten wir wieder auf die mentale Stärke zurückgreifen, welche wir in den ersten 7 Spielen arg vermissen liessen. Die Annahme stand, die Verteidigung zauberte ein ums andere Mal und auch am Netz vermochten wir zu überzeugen. So darf, kann, soll und muss es weitergehen.

Die Hinrunde der Saison 2016/17 ist gespielt. Und mit der Tabellensituation sind wir nur mässig zufrieden.

rangliste8terunde

Jedoch spiegelt es auch ziemlich genau die Siege und Niederlagen wieder. Gegen die Teams, welche vor uns klassiert sind haben wir verloren, diejenigen die hinter uns weilen wurden besiegt. Einzige Ausnahme machen da Wetzikon und Näfels. Das Ziel in der Rückrunde muss sein, mehr Punkte als bisher zu holen. Keine leichte Aufgabe, aber nach der Leistung aus dem letzten Spiel sicher nicht unrealistisch. Vor allem da es grundsätzlich auch gegen die vorderen Teams nicht immer so klar war, wie die Resultate schliessen lassen.

Am nächsten Samstag startet also die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen Uster. Im ersten Spiel der Saison kamen wir noch nicht wirklich in die Gänge (in den darauffolgenden Spielen auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte). Uster wusste dies damals gekonnt auszunutzen und wir konnten mit Müh und Not zwei Punkte ins Trockene bringen. Diesmal wollen wir das besser machen und drei Punkte einfahren.

Die Tabelle zeigt, dass auch gegen vorne noch vieles offen ist. Die Saison ist noch nicht vorbei. Letztes Mal haben wir unsere Punkte auch mehrheitlich in der Rückrunde geholt.

In diesem Sinne, auf ein weiteres.

Samstag, 10.12.2016, Turnhalle Oberlunkhofen, 15.30 Uhr

TV Lunkhofen vs. TV Uster

Erfolg nach 5 Niederlagen

Nach 5 Spielen (inkl. Cup) ohne Erfolg, vermochten wir am Sonntag gegen den Aufsteiger die Niederlagenserie zu durchbrechen und wieder einmal ein Spiel gewinnen. 3:1 lautete das Endresultat gegen die eher schwach aufspielenden Wiler. Da stellt sich die Frage, wieso wir doch noch einen Satz abgegeben haben. Auch wir spielten nicht wirklich gut. Konstant und einigermassen solide, aber gut war das nicht. Und dennoch gab es einige Lichtblitze zu bezeugen. Wir haben es geschafft, den Start nicht zu verschlafen. Obwohl, der Start war ja bis anhin nicht das Problem, eher das Fortsetzen des Starts. Aber auch dies gelang uns am Sonntag. Zudem lieferten unsere Junioren eine sehr gute Performance ab. Das macht Mut und bringt Zuversicht für die Zukunft. Und setzt die etwas erfahrenere Garde unter uns ein bisschen unter Druck. So soll es sein. Konkurrenzkampf belebt das Team und fördert den Einsatz.

Zum Spiel gibt es nicht viel zu erzählen. Wil machte unser Leben in den ersten zwei Sätzen angenehm einfach. Für die beiden Satzgewinne mussten wir nicht viel tun. Das merkte man unserem Spiel aber auch an. So wurden oftmals die einfachen Dinge zu unpräzis gespielt und den Wilern wieder Chancen in die Hände gespielt. Bei etwas konsequenteren Gegner hätten wir so nicht gewonnen. Dass dann Wil den dritten Satz auch für sich gewinnen konnte, war irgendwie vorhersehbar. Untätigkeit und die falsche Einstellung reichten aus um für die Ostschweizer den Anschluss zu realisieren. Ganz wichtig in dieser Situation war dann aber der Gewinn des vierten Abschnitts und somit des Spiels. Ein Spiel zu gewinnen, wenn es mal nicht so richtig läuft, tut gut. Jetzt müssen wir diese positive Erfahrung in die nächsten Spiele mitnehmen.

Mit nur 10 Punkten aus 7 Spiele sind wir nicht zufrieden. Nach der sehr erfolgreichen letzten Saison verwundert dies auch nicht. Dass es nicht einfach ist eine solche Leistung zu bestätigen, ist auch allgemein bekannt. Bis Ende Jahr wird es unser erklärtes Ziel sein, wieder zu unserem eigentlichen Spiel zurückzukehren. Viel Zeit bleibt uns nicht. Nach dem Spiel gegen Wetzikon am nächsten Samstag ist schon Halbzeit (die Saison hat ja überhaupt noch nicht angefangen!!!). Können wir unser Tief überwinden, schaffen wir zumindest den Anschluss an die hintere Spitze der Tabelle (also Mittelfeld) und können uns das Tabellenende ein bisschen vom Hals schaffen.

In der letzten Saison verliefen beide Spiele gegen Wetzikon sehr knapp. Jeweils mit dem besseren Ende für uns (erinnere ich mich richtig?). So wird es auch am nächsten Samstag ein sehr spannendes und knappes Spiel geben. Zudem spielt vor uns das D1 gegen Lugano und vor dem D1 das DJ4 gegen Merenschwand. Nach unserem Spiel findet der alljährliche Nebelhöck statt, also sicher Grund genug, nach unserem Spiel nicht gleich abzuhauen und in einer gemütlichen Runde zusammenzusitzen;-)

 

Samstag, 26.11.2016, Turnhalle Oberlunkhofen:

13.30 Uhr – DJ4 vs. VBC Merenschwand-Muri

15.30 Uhr – D1 vs. Volley Lugano

18.00 Uhr – H1 vs. VBC Wetzikon

Anhaltende Rückschläge

Wir kommen nicht vom Fleck. Zwei weitere Niederlagen bedeuten das Abrutschen auf Rang 6 in der Tabelle. Alles andere als ein gelungener Saisonstart. Auch gegen Amriswil und Kreuzlingen, die Vertreter aus dem Thurgau, konnten wir nicht wie gewollt (oder gewohnt?) unser Niveau ausspielen und holen von möglichen 6 Punkte nur ein einziger. Dies bedeutet für uns, unser Fokus gilt nicht mit den besten Teams mithalten, sondern den Abstand zum Tabellenende (momentan 4 Punkte) so schnell als möglich zu vergrössern. Startschuss dieser Mission ist das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Aufsteiger Wil.

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Kurzer Rückblick: In Amriswil mussten wir schon um 14.00 Uhr bereit sein. Der Start gelang dann auch sehr gut und wir führten schnell mit 6 Punkte. Doch wie schon im ersten Spiel gegen Uster mussten wir die nächsten Punkte dem Gegner zugestehen und schnell einmal war aus einem komfortablen Vorsprung ein riesiger Rückstand geworden. Nichts funktionierte, die Stimmung verschlechterte sich mit jeder Ballberührung und das eigene Spielgeschehen wurde von Minute zu Minute unruhiger. Man wähnte sich im falschen Film. Sollten die mentalen Schwierigkeiten nicht eine Sache der jungen Talente von Amriswil sein? Es schien, als wären wir die Unerfahrenen in diesem Spiel und kamen mit den geleisteten Fehlern gar nicht zurecht. Diskussionslos gewann Amriswil den Auftakt und wir mussten wieder mal reagieren. Und irgendwie (wie? keine Ahnung) gelang uns das auch. Ohne wirklich viel besser zu spielen, schafften wir es uns immer wieder mit wenigen Punkte in Führung zu halten und die Sätze 2 und 3 zu gewinnen. Gab es gar noch ein versöhnlicher Ausgang für uns? Die drei Punkte waren zum Greifen nah. Doch der alte Trott aus dem ersten Satz hohlte uns ein, was in einem klaren Verlust des 4. Satzes endete. Das Momentum war nun definitiv wieder in Amriswiler Hand und so verwunderte nicht, dass wir dies auch im Tie-Break nicht ändern konnte. Nicht gut. Enttäuschung pur.

Aber zur Enttäuschung gesellte sich auch Unverständnis. Unverständnis über das eigene Dargebotene. Über die Unfähigkeit, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren und wichtige Punkte so fahrlässig aus der Hand zu geben. Die eh schon lange Heimfahrt wurde noch länger und schweigsamer.

Eigentlich hätten wir ja auch einfach am Bodensee bleiben können. Am Sonntag waren wir ja dann in Kreuzlingen zu Gast. Das Spiel vom Vortag gegen Amriswil wurde praktisch nicht erwähnt. Eine Analyse der Leistung? Wollte niemand machen, zu klar war die Tatsache, dass der Verlust der Punkte auf unserem eigenen Mist gewachsen war. Was wir besser machen müssen? Den Kopf leer kriegen und befreit aufspielen. Schien irgendwie logisch. Funktionierte aber nicht zu 100%. Vorweg, das Spiel war besser. Spielerisch konnten wir einen Schritt nach vorne machen und auch die Stimmung war um einige Grade wärmer, als noch am Samstag. Was man von der Halle nicht behaupten konnte. Aber waren wir uns ja von Unterlunkhofen gewohnt. Dort trainieren wir regelmässig bei angenehmen 18°C. Wieso wir 0:3 verloren haben, wenn wir ja eigentlich besser spielten? Gute Frage. Das Spiel verlief knapper als das Satzresultat darstellen will. Im zweiten verloren wir mit 27:29 und der dritte ging mit 28:30 an Kreuzlingen. Am Schluss zählt halt nur der Gewinn des Satzes, egal wie knapp dieser ausfällt. Es war vieles besser. Aber halt noch nicht gut genug für ein sehr konstantes Kreuzlingen. Und so stand dann halt am Schluss 0:3. Aus die Maus. Keine Punkte für die Tabelle. Nochmals Enttäuschung. Richtig krass verpatzter Saisonstart.

So stehen wir nun da. Fragend, was wir machen sollen/müssen/können. Und doch gibt es Hoffnungsschimmer. Ich glaube, jetzt hat auch der Hinterletzte gemerkt, dass die Saison kein Selbstläufer wird (glaube ich, schonmal irgendwo erwähnt zu haben). Das einzige was jetzt noch zählt sind Handlungen. Agieren, statt Reagieren. Alle zusammen am gleichen Strick ziehen. Vor preschen ohne Angst, irgendetwas falsch zu machen. Denn nur die Mutigen werden belohnt. Und nur 100% Einsatz wird akzeptiert. Die einfachen Dinge richtig machen und die schwierigen mit Zuversicht angehen.

Am Sonntag spielen wir gegen den Aufsteiger aus Wil. Sie sind ähnlich wie wir in die Saison gestartet und knapp hinter uns platziert. Mit einem Vollerfolg können wir einen gewissen Abstand zu den hinteren Plätze herstellen.

Sonntag, 20.11.2016, 18.00 Uhr, Turnhalle Oberlunkhofen

TV Lunkhofen vs. STV Wil

Bittere Niederlage gegen Näfels

So ein Resultat ist nicht schön. Mit 13:15 im 5. Satz zu verlieren tut weh. Das Positive daran: es hielt nicht all zu lange an. Grundsätzlich können wir mit dem Spiel mehr als zufrieden sein. Es war auch der erhoffte hochstehende und offene Schlagabtausch zweier Playoff-Aspiranten. Wobei sich Näfels in vorzüglicher Form zeigte. Schon mit den ersten Angriffsbälle eröffneten die Jungen von Näfels ein Angriffsfeuerwerk, was schon länger nicht mehr gesehen wurde in der Turnhalle von Oberlunkhofen. Mit viel Kraft und schnell geschlagenen Bällen (egal ob Angriff oder Service) setzten sie uns von Anfang an unter Druck und konnten so Punkt um Punkt erzielen. Doch wir hielten dagegen, versuchten mit guten Float-Services die gegnerische Annahme in Bedrängnis zu bringen. Es klappte auch und ermöglichte so uns einige Chancen. In diesem Spiel standen sich zwei völlig verschiedene Teams gegenüber. Wir sind ja wirklich nicht bekannt für stark geschlagene Angriffsbälle. Obwohl, Erik und Marco können sich da ein bisschen aus der Masse hervortun und den Schnitt anheben. So entstand ein Duell zwischen Physis und Erfahrung/Taktik. Für das Publikum sehr spannend anzuschauen, für die Spieler kräfteraubend. Der erste Satz verlief dementsprechend knapp. Wir konnten 1:0 (25:23) in Führung gehen. In den folgenden Spielabschnitten konnten wir dem Druck von Näfels nicht viel entgegensetzten. Vor allem mit dem Service punkteten die Jungen vermehrt und stellten uns zuweilen vor unlösbare Aufgaben. Zu 20 und zu 18 gaben wir dir Sätze 2 und 3 mürrisch her und liefen nun einem Satzrückstand hinterher.

Evtl. war es genau diese Tatsache, welche uns den 4. Satz gewinnen liess. Wieder startete Näfels besser und übte mit anhaltender Kraft den gleichen Druck auf uns aus. Doch je länger der Satz dauerte, umso besser konnten wir damit umgehen. Die Ballwechsel wurden knapper und unklarer. Nicht einfach für die Schiedsrichter. Näfels fühlte sich vermehrt benachteiligt (bei ein, zwei Bällen müssen wir ihnen recht geben) und verlegte den Fokus auf die Unparteiischen statt auf das Spielgeschehen. Da lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten. Mit 25:17 stellen wir den Satzausgleich genau so klar sicher, wie Näfels den Vorsprung erkämpft hat.

Ein Tie-Break musste also über diesen Spielausgang entscheiden. Und nochmals stieg das Niveau der Partie und bescherte den Zuschauern einen Sonntagabend-Krimi. Mit ein paar Punkte Vorsprung konnten wir uns sehr lange behaupten und der Sieg war nah. Doch zwei, drei Unsicherheiten in der Annahme liessen diesen Vorsprung schmelzen und der Spielstand war wieder ausgeglichen. Näfels ihrerseits konnte vorlegen, wir nochmals verkürzen. Aber das Momentum war definitiv in Glarner Hand und somit dann am Schluss auch der Sieg. Schade.

Naja, war ein sehr gutes Spiel. Von beiden Seiten. Hat auch Spass gemacht zu spielen. Leider nur einen Punkt. Aber natürlich besser als gar keiner. Weiter geht es am Samstag in Amriswil und am Sonntag in Kreuzlingen. Zwei wiederum starke Gegner (habe ich schon erwähnt dass dieses Jahr die Gruppe extrem ausgeglichen ist?). Ein Ostschweiz-Wochenende also.

P.S.: Gestern gab es noch ein Trainingsspiel gegen Volero Zürich (NLB). Naja, zumindest das B-Kader der Zürcher. Konnten wir auch klar gewinnen mit 3:0. Der vierte Satz ging dann mit 38:36 an Volero. Aber wir starten sicher mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel.

Ein Wochenende zum Vergessen…

Was war denn das? Zwei Spiele, zwei mal 1:3 verloren, 1 1/2 Verletzte, schlechte Stimmung und viele Fragezeichen. Ein schlechtes Wochenende für uns, ein gutes für unsere Gegner.

Der Reihe nach. Samstag, Auswärtsspiel in Andwil, Sonneschein, alle fit und bereit um Grosses zu vollbringen. Gross war dann der Frust nach dem Spiel. Nicht weil das Spiel schlecht war. Wir hatten unsere Chancen und verpassten es, zumindest einen Punkt aus der Ostschweiz mit nach Hause zu nehmen. Andwil spielte sehr gut, fast fehlerfrei und konstant. Bei uns war es eher ein Auf und Ab. Meistens auch recht gut, zwischendurch leider ein bisschen weniger und diese Momente machten zum Schluss auch den Unterschied. Und dann noch die zwei Verletzten. Bill im Warmspielen zwischen Satz 2 und 3. Marco Mitte des 4. Satzes (was uns dann auch richtig aus der Bahn geworfen hat). Nach dem Gewinn des 3. Satzes waren wir im 4. auch lange das bessere Team und demzufolge immer mit ein paar Punkte Vorsprung unterwegs. Doch Andwil konnte nochmals den Druck steigern und wir hielten nicht dagegen, verpassten die eingeschlagene Bahn der St. Galler. Nach der Verletzung von Marco haderten wir mehr mit dem Schiri und uns selbst und brachten kein Bein mehr vors andere. Andwil holte auf, überholte und gewann den Satz klar. Ende, aus, fertig. Vorbei wars und wir ohne Punkte. Pech und eigenes Unvermögen würde ich mal als Gründe aufführen. Enttäuschung pur und herber Rückschlag nach der überzeugenden Leistung vor Wochenfrist.

Die Rückfahrt aus Andwil bot dann genügend Gelegenheit um das Spiel zu analysieren. Am Sonntag ging es ja bereits weiter mit dem Cup-Spiel gegen Luzern. Tags darauf war die Niederlage verdaut und wir bereit für den Cup-Fight. Bill blieb aufgrund seiner Verletzung zuhause und wird das auch in dieser Woche tun. Marco jedoch wagte den Versuch mit eingetaptem Fuss zu spielen. Aufwärmen funktionierte, Einschlagen auch, alles super.

Weniger super dann der Beginn. Völlig verschlafen. 0:6 hinten! Was ist los? Luzern zeigt gleich mal dass sie auch nach ein paar Jahren auf tieferem Niveau nichts verlernt haben. Sind ja alles ehemalige Spieler aus NLA und NLB. Verwundert also nicht. Erinnert an Windisch, selbe Konstellation, nur ist Luzern noch ein zwei Stufen weiter oben anzusiedeln. Aber zurück zum Spiel. So richtig gelingen wollte uns nicht viel. Am Netz vermochten wir nicht zu überzeugen. Zu einfach machten wir es den Luzernern. Ob Block, Netz, Out oder die gegnerische Abwehr. Direkt gepunktet haben wir nicht oft. Den Fehlstart konnten wir im 2. Satz korrigieren. Aber auch da mussten wir Schwerstarbeit verrichten um den Satzausgleich zu realisieren. Wer jetzt auf die Wende hoffte, setzte auf das falsche Pferd. Leider konnten wir auch in den Sätzen 3 und 4 nie auch nur annähernd unser Level erreichen. Luzern gewann verdient und darf sich jetzt auf das Duell mit Kreuzlingen freuen. Nach der Niederlage vom Samstag also ein nächster Schock. Schlechtes Wochenende.

Wie geht es weiter? Naja, die Saison hat ja erst angefangen. Und wir haben schon oft bewiesen, dass wir, wenn es ernst wird, nochmals einen Gang höher schalten können. Vielleicht müssen wir uns genau an diese Momente aus der letzten Saison zurück erinnern, um die nötigen Weichen zum Erfolg zu stellen. Ganz klar, es wird kein leichtes Unterfangen. Leicht ist ja auch langweilig. Am Sonntag steht bereits das nächste Spitzenspiel an. Zu Gast wird Näfels sein. Ein junges und sehr talentiertes Team mit einem ehemaligen Spitzenvolleyballer als Spielertrainer. Auch keine leichte Aufgabe. Jedoch haben wir sie in der letzten Saison schon bezwungen, also können wir dies auch am nächsten Sonntag.